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Es ist Freitag der 16. Juli und 11 Seagulls, darunter eine niederländische Gastmöwe begeben sich nach Heidelberg. Dank der neusten Anschaffung, einem VW- Bus und der Deutschen Bahn (mit Klima- Anlage!) kommen alle pünktlich zur Schlafenszeit in der gefühlt südlichsten Stadt Deutschlands an. Die Zelte werden aufgebaut ähh aufgeworfen und müde und voller Vorfreude auf das kommende Wochenende sinken die Seagulls in die Traumwelt ab…

Sind dann schonmal feiern...
Am nächsten morgen vom Wetterhahn und Babygeschrei geweckt stürzten wir uns auf das Frühstück und trafen uns um 9:15 zum Warm-Up. Bei angenehmen 22 Grad und bewölktem Himmel fühlten wir uns einfach "fresh". Plötzlich ertönte ein "Ahhhh" und "Ohhhh" und alle entdeckten Diane, die sich trotz Hitze und mumienverpacktem Bein auf den Weg gemacht hatte, um uns anzufeuern. Ein gutes Omen.
Um 10:30 traten wir gegen "Lecker Mädsche" , eine Kölsch- Düsselsdorf´sche Mischung, an. Wir waren von Anfang an wach und gingen zügig in eine 5:0 Führung. Nach zwei Gegenpunkten und weiteren zwei Punkten für uns konnten wir jedoch die Halbzeit für uns klar machen (7:2). Dieses Spiel wollten wir sicher gewinnen und dank Judiths stärkenden Worten in der Halbzeit gestalteten wir auch die zweite Hälfte ganz in unserem Sinne und gewannen die Partie 11:3. Unser erster Sieg war eingefahren und nach kurzer Stärkung und einem Spiel Pause machten wir uns erneut heiß für ein Spiel gegen Torpedo Phoenix – der Ruhrgebiet-Mix. Auch hier kamen wir gut ins Spiel und erzielten zunächst eine 4:0- Führung. Dann kam jedoch ein kleiner Einbruch und die Pottler holten auf. In die Halbzeit ging es mit 7:5 für uns …wir hatten uns wieder gefangen. Und so stieg die Motivation gewaltig und wir punkteten rasant, so dass dieses Spiel mit 13:7 für uns ausging. Wir waren froh über den Sieg, hatten uns aber nicht mit Ruhm bekleckert, da wir einige vermeidbare Fehler machten, die nicht hätten sein müssen. Eine weitere Rede von Judith sollte uns heiß machen für das nächste Spiel, denn gegen die Mainzelmädchen durften wir uns keine Fehler erlauben… Wiederum gingen wir zunächst in eine 3:0 Führung und freuten uns über den guten Start. Diesmal kam unser Einbruch schön früher und die Mainzer konnten bis zur Halbzeit auf einen Punkt an uns rankommen (7:6). Die Stimmung war nicht die beste und Judith forderte uns auf, uns selbst für jeden Punkt zu feiern. Diese Maßnahme fruchtete und jeder Punkt wurde gefeiert und bejubelt. Es gab einige FoulCalls und böse Gesichter bei den Mainzelmädchen, die unsere Defense jetzt einfach nicht mehr durchbrechen konnten. Auch Andrea in der Offense war nicht zu stoppen und holte (vor und) nach der Halbzeit einen Punkt nach dem anderen. Judith und Roelin (sprich: Ruulin mit gerolltem R), unsere wertvolle Käse- Möwe, schmetterten lange Teile auf eine sprintende, wuselnde, springende, fallende und schließlich punktende Andrea. In ihrem letzten Einsatz holte sie den zehnten von zwölf Punkten dieses Spiels mithilfe einer gekonnten Trocken-Arschbombe und wurde dafür mit Lob und Erleichterung überschüttet. Ich sage nur: "Fresh, Darling!" Wir hatten unseren bisher stärksten Gegner mit 12:8 geschlagen und langsam wuchs das Selbstbewusstsein, sowie die Vorfreude auf Jena…denn die deutsche Meisterschaft in der 1. Liga rückte immer näher!! Am frühen Abend stand noch das Spiel gegen Niedersachsen an und wir wussten, auch diese Gegner sollten wir nicht unterschätzen. Abermals gingen wir in Führung und waren von Anfang an wach und fit. Aber die Niedersachsen zogen hinterher und ließen nicht locker. Sie wollten auch unbedingt gewinnen…Wir machten uns selbst das Leben schwer und ließen Scheiben fallen, spielten unsichere Pässe und hatten Mühe cool zu bleiben. Erneut war es Andrea, die Stärke bewies und rannte und rannte und saubere Pässe von Roelin zu Punkten verwandelte. Hier zeichnete sich deutlich ein neues Dream-Team ab. In die Halbzeit gingen wir mit 7:6 für uns. Dieser Abstand war klein und so sollten wir ein letztes Mal für heute die Arschbacken zusammenkneifen und alles geben. Wegen der fortgeschrittenen Zeit wurde auf 9 Punkte gespielt und wir mussten nun schnell sein und den Sack zu machen. Doch die Niedersachsen holten auf, drehten den Spieß um und plötzlich stand es 8:7 gegen uns. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, um unsere Fahrt nach Jena noch am Samstag klar zu machen. Wir waren so aufgeregt, hatten viele Drops und der Ausgleich 8:8 gelang erst nach drei Turns. Nun ging es um die Wurst und wir nahmen noch mal alle Kräfte und all unsere Konzentration zusammen uuuuuuund holten den Punkt!! 9:8, das Spiel war aus und wir sicherer Teilnehmer der 1. Liga der Deutschen Meisterschaft 2010. Wir hatten uns in der minimalen Zeit für die DM qualifiziert und feierten dies mit Bier (und Cola)! Nach einer kalten Duschschlacht in der man die Seagulls richtig schreien hörte, belohnten wir uns mit Käsespätzle, Feinschmecker-Schnitzel und kühlen Getränken. Die Entspannung war grandios und alle waren überglücklich und froh, dass unser Aufstieg schon jetzt gesichert war und wir uns morgen voll und ganz auf unsere Taktik und das Spaß- Haben konzentrieren konnten. Am nächsten morgen sollten wir im ersten Spiel auf Frau Rauscher (Frankfurt) treffen. Wir trafen uns um 8 zum aufwärmen. Andrea war zum ersten mal "unfresh", da ihr die Käsespätzle auf den Magen geschlagen hatten. Anne war zu "fresh" und knockte im Warm-Up Roelien aus, indem Sie ihr mit einem gekonnten Hieb mit der Scheibe eine blutende Nase verpasste. Natürlich keine Absicht!! Während das Opfer versorgt wurde versuchten wir uns weiter zu konzentrieren, denn das Spiel stand kurz bevor. Roelien ging es bald besser und sie konnte wieder mitspielen. Wir spielten ausgeglichen über alle sieben Leute auf der Line und es machte richtig Spaß!!! Wir waren ausgeruht, hatten keinen Druck mehr aber trotzdem den eisernen Willen zu gewinnen und unser Zusammenhalt und Teamgeist war durch den Vortag gestärkt. Doch Frau Rauscher stellte eine harte Zone, die uns sehr zu schaffen machte und wir mussten noch mal richtig kämpfen. Wir spielten sichere Pässe im Aufbau und poppten immer wieder in den Cup und so konnten wir uns letztendlich gegen Frau Rauscher durchsetzen und 12:8 gewinnen. Das letzte Spiel des Turniers war gegen Heidelberg und wir wussten, dies würde unser härtester Gegner sein. Auch die Heidees standen bereits sicher auf der Liste für Jena und waren bis hierher ungeschlagen- wie wir. Auf beiden Seiten war der Kampfgeist groß und jeder wollte den Turniersieg. Zum ersten Mal in diesem Turnier gingen unsere Gegner mir 2:0 in Führung. Wir konnten nur langsam aufholen und beide Teams kämpften Punkt für Punkt. Vorerst konnten wir uns die Halbzeit mit 7:6 sichern. Wieder hieß es: verkürztes Spiel auf 10. Es stand 7:9 für uns als uns klar wurde, dass nur ein Punkt zum Turniersieg fehlte. Diesen Punkt wollten wir!! Und mit diesem Willen holten wir den Punkt und brachen in großes Gejubel und Geschrei aus. Das erste Mal in der Geschichte der Seagulls holten wir einen Turniersieg!! Insgesamt war das Spiel der Seagulls rund und gut. Wir konnten noch mal unsere Taktiken festigen, und uns gemeinsam einspielen. Auch wenn manche Spielerinnen besonders hervorgehoben wurden, so haben wir erstaunlich ausgeglichen über alle Spielerinnen gespielt und jeder hat sein Bestes gegeben. Im Großen und Ganzen eine tolle Teamleistung, die wir nicht zuletzt Judith zu verdanken haben. Wir sind FRESH und haben Lust auf mehr!!! Auf geht´s nach JENA!! Dabei waren: Anne, Andrea, Kerstin, Britta, Ulli, Julia, Roelin, Judith, Susi, Annika, Amelie |