Alsterkutter beim Mudders Cup

Nach der Entscheidung im Challenger Pool zu starten, hatten wir mit Utka zu Beginn einen Gegner, der es uns erlaubte, einige neue Dinge auszuprobieren. Unsere Fehler wurden in diesem Spiel noch nicht bestraft und auch unsere Zone schien zu funktionieren. Cool Klarer Sieg (trotz Nationalspieler im Team der Gegner; die spinnen die Holländer) für den Alsterkutter, 11:2.

Im zweiten Spiel ging es für uns gegen die Ultimate Eagles, das Youngster Team. Seit dem letzten Aufeinandertreffen sind auch die älter geworden und vor allem besser. Wir versuchten weiter an unserer Zone zu arbeiten, aber wurden wieder und wieder oben rum oder durch die Mitte überrannt.

Letztendlich haben wir es dann im 1:1 Duell geschafft mehrere Scheiben zu holen und uns eine komfortable Führung auszubauen. Besonders aufgefallen ist ein Spieler der Eagles um die 13 Jahre. Er hat es immer wieder geschafft sich unbeobachtet in der Endzone freizucutten und die Scheiben sind des Öfteren auf seine Höhe herabgesegelt. Trotz Top Scorer konnten wir unsere Führung halten und am Ende mit 9:6 gewinnen.

Im letzten Gruppenspiel bekamen wir es mit den Schafen zu tun. Sean’s Sheep hatte sich überraschenderweise nicht im Elite Pool gemeldet, obwohl sie das Jahr zuvor im Finale standen. Mit einem etwas jüngeren Team gewannen die Schafe souverän ihre ersten beiden Poolspiele. Es ging also um den Gruppensieg und für den Alsterkutter 2016 war es die erste richtige Probe, obwohl wir uns gegen die Eagles zuvor auch etwas schwer getan haben. In Vorbereitung auf die DM haben wir unsere Zone geübt, aber leider schön eingeschenkt bekommen. Sean’s Sheep ist da mit give&go durchgegangen wie ein heißes Messer durch  Butter. Bis zum 4:4 haben wir schön Punkte getauscht und dann längst überfällig auf Man-D umgestellt. Damit kamen die Schafe gar nicht zu Recht und wir konnten schön Druck aufbauen und sie zu Fehlern zwingen. Es sollte bis dahin unser bestes Spiel bleiben, in dem wir so gut wie keinen Fehler in der Offense hatten. Endstand 12:5.

Mit den Saxy Divers wartete im Top Pool der erste Gegner, den wir möglicherweise auch in Dortmund bei der Indoor DM wiedersehen werden. Dementsprechend groß war unsere Motivation. Die Divers waren genauso heiß auf einen Spot im Halbfinale wie wir und so wurde sich auf beiden Seiten nichts geschenkt. Am Ende konnten wir uns mit 10:6 durchsetzen.

Bereits vor dem letzten Spiel im Top-Pool standen wir aufgrund der günstigen Ergebnisse der anderen Mannschaften als 1. im Pool fest und hatten bereits ein sicheres Halbfinalticket. Trotzdem wollten wir einem weiteren Zweitligisten natürlich schon ein bisschen Respekt für Dortmund einflößen. Unsere Offense spielte auch recht vernünftig, aber leider konnten wir in der Defense keinen Druck aufbauen und gefühlt 0 Turnover provozieren und verloren gegen die Frizzly Bears mit 8:12.

Für das Beer Race scheute deine Mudder wie jedes Jahr keine Kosten und Mühen und die Unihalle war schnell gefüllt durch die riesige Muddi-Hüpfburg. Für uns gingen Jonny und Enrico an den Start. Wir hatten uns bis dahin recht gute Chancen ausgerechnet, doch da wussten wir noch nicht, dass wir gegen die Mainzelrennerinnen anzutreten hatten. Die beiden Mädels haben uns leider richtig schön vernascht und aus war der Traum vom Beer Race Sieg. Den schnappten sich später auf richtig hässliche Weise die Marburger, knapp vor den Dresdenern.

Im Halbfinale wartete mit den Milfs eine Truppe alter Bremer, die jedoch auch von einigen Hamburgern unterstützt wurden. Wir erwischten einen Sahne-Start, bei dem Eike mit seinen Kraken-Händen aus dem starken Kollektiv noch mit 2 Blocks herausstach. Die Offense lief zudem enorm flüssig wodurch wir uns schnell einen Vorsprung erarbeiten konnten, der dann mit unerwarteter Routine über die Zeit gerettet wurde. In der nagelneuen 2013er Halle konnten wir nach dem Spiel gegen die Schafe zum zweiten Mal unser bestes Hallen-Ultimate zeigen und brauchten bei den meisten Punkten nur wenige Pässe um in die gegnerische Zone zu kommen. Endstand 10:7.

Im Challenger Finale trafen wir dann auf HundFlachWerfen. Die Berliner mussten direkt in ihrem ersten Pool gleich zweimal in den Universe, behielten aber beide Male die Oberhand. Von dort an haben sie sich sehr souverän in das Finale gespielt und auch im Halbfinale die Frizzly Bears auf Distanz gehalten. Nach einem letzten Taktik Talk hat Tommy uns nochmal richtig heiß gemacht und los ging's! Die Hunde haben feinstes Indoor Ultimate gezeigt und uns in der Defense wenig Optionen gelassen. Die Hammer und Knifes, mit denen wir in den vorherigen Spielen einfach punkten konnten, flogen nicht mehr so locker aus dem Handgelenk. Nichtsdestotrotz schafften wir es zu Anfang den Hunden ein Break abzunehmen und mit der eigenen Offense auf 4:2 davonzuziehen. Gudde Laune, die Stimmung kocht. Doch dann schlichen sich bei uns die Fehler ein und die Hunde drehten auf in der Offense bis zum 4:6. Die Konzentration hat etwas nachgelassen und die Hallendecke tat ihr übriges. Sowohl beim 4:6 als auch beim 5:7 hatten wir die Frisbee in der Nähe der Hunde-Endzone, konnten aber nicht auf einen Punkt verkürzen, um uns eventuell noch in den Universe zu retten. Stattdessen lief die Uhr erbarmungslos gegen uns und die Hunde haben letztendlich verdient mit 5:8 gewonnen.

In 4 Wochen segelt der Alsterkutter dann nach Dortmund zur Open DM 2.Liga. Durch das neue System wird die Liga von 12 auf 8 Mannschaften reduziert und der Klassenerhalt war noch nie so schwer wie dieses Jahr. Mit dem 2. Platz in Bremen und einer Holz-Mudder in der Tasche sind wir aber zuversichtlich und vor allem heiß. Tuuuuuut, go play!

Mit am Start: Mich, Torben, Jonny, Tommy, Eike, Alain, Enrico, Johannes, Robin, Fabi