Am Wochenende ging es für Hamburg Alsters zur Beach-DM Mixed 2. Liga nach Warnemünde – mitten rein ins große Beach-Ultimate-Wochenende, bei dem parallel auch die 1. und 3. Liga ausgespielt wurden. Sonne, Wind, Sand überall und ganz viel Frisbee. Genau unser Habitat.
Die Anreise lief schon ungefähr so koordiniert wie unsere Warm-up-Übungen: manche früh mit der Bahn, andere später, eine motivierte Delegation mit dem Auto – aber am Ende fanden sich alle in einer der Ferienwohnungen wieder zusammen. Dort wartete direkt Team-Catering Deluxe: Pasta mit Backgemüse und legendärer Humussoße à la Anja. Schmackofatz!
Neben Frisbee gab’s natürlich auch alles, was so ein richtig gutes Teamwochenende ausmacht: goldenen Glitzernagellack auf Händen und Füßen, Spaziergänge bis zu den Leuchttürmen, Gelatostopps inklusive dänischem Softeis und dramatische Möwenangriffe auf eben jenes Softeis. Teilweise wurde Samstagabend sogar noch ein Filmabend mit Frozen in einer der Ferienwohnungen eingelegt – absolute Hochleistungs-Regeneration.
Dann wurde auch noch Ultimate gespielt.
Los ging’s gegen Bremen, die sich kurzfristig noch Unterstützung aus Hamburg geholt hatten – mit zwei bekannten Gesichtern (Mira & Mascha) auf der anderen Seite der Endzone. Nach einem kleinen Rückstand kämpften wir uns stark von 4:7 auf 8:8 zurück und zeigten direkt: da geht heute was! Am Ende mussten wir uns zwar 10:13 geschlagen geben, aber das erste Spiel fühlte sich trotzdem eher nach „Auftakt mit Ansage“ als nach Niederlage an.
Spiel zwei gegen Greifswald brachte dann ordentlich Wind ins Geschehen – also wirklich ordentlich. Zwischen flatternden Scheiben, langen Punkten und leicht verwirrten Gesichtern lagen wir erst hinten, kämpften uns aber Punkt für Punkt zurück und holten das Ding mit 7:5.
Weiter ging’s gegen Kiel – weiterhin windig, weiterhin intensiv. Das Spiel war heiß, umkämpft, fair und freundschaftlich aggressiv, also genau so, wie man Ultimate liebt. Und zusätzlich stand noch eine ganz besondere Motivation im Raum: Samstagabend warteten Burger und Pommes bei Peter Pane. Für dieses Ziel wurden wirklich die letzten Reserven mobilisiert. Fast ging’s in den Universe Point, aber eben nur fast: 9:7 für uns! Halbfinale am nächsten Tag. Aufstieg weiter möglich. Woop-woop!
Und der Burger danach? Absolut verdient.
Sonntag: Halbfinale gegen die Parkscheiben.
Nach einem 3:5-Rückstand schnappten wir uns noch die Halbzeitführung, ließen uns auch von einem Callahan gegen uns nicht aus der Ruhe bringen und verwandelten schließlich den zweiten Matchpoint zum 12:10. AUFSTIEG. Zurück in Liga 1!
Das Spiel hatte wirklich alles: hohe Würfe, tiefe Würfe, kurze Dinger, lange Sprints, Emotionen, Spannung, leicht zitternde Hände und am Ende einfach nur kollektives Glücksgefühl. Bäm.
Zum Abschluss gab’s dann noch das Rematch gegen Bremen. Bis zum 5:5 hielten wir super mit, ehe Bremen etwas davonziehen konnte und das Spiel 13:8 gewann. Aber ehrlich gesagt: komplett egal. Die Mission war längst erfüllt und die Stimmung sowieso nicht mehr einzufangen.
Und weil gute Wochenenden noch eine kleine Kirsche brauchen: Wir haben mit einem starken Spiritschnitt von 11,6 gemeinsam mit den Endzonis Lee den Spiritsieg geholt! Große Liebe für fairen, intensiven und gleichzeitig richtig schönen Ultimate-Spirit.
Ach ja – und weil Sonntag auch noch Muttertag war: Danke an alle Mütter, die irgendwann mal beschlossen haben, dass ihre Kinder bestimmt gerne barfuß im Wind einer fliegenden Plastikscheibe hinterherrennen würden. Hat sich offensichtlich gelohnt.
Kurz gesagt:
Aufstieg, Spiritsieg, Teamessen, Burger-Motivation, Windchaos, lange Punkte, Glitzernagellack, Softeis-Verteidigung gegen Möwen und viel Liebe.
Liga 1, wir sind zurück!


