Nachdem sich die Hucks spontan entschieden haben doch ihren Sommerurlaub zu genießen anstatt erste Liga zu spielen, wurden wir trotz letztjährigem Abstieg zurück ins Frisbee-Oberhaus berufen. Nur knapp eine Woche blieb uns den Schalter von 2. auf 1.Liga umzuschalten. Am Ziel als Team zusammenzuwachsen und ne gute Zeit zu haben änderte sich nicht viel, am Ende will man aber auch nicht mit leeren Taschen nach Hause fahren also wollten wir die guten Teams möglichst lange ärgern und denen auf Augenhöhe einen Sieg abluchsen.

Nach entspannter Anreise und Ankunft zum Abendessen in Münster, ging’s am Samstagmorgen gegen den Gastgeber von 08. Das ganze Wochenende über sollte der Wind seine Finger mit im Spiel haben. Nachdem wir uns am Anfang etwas eingrooven mussten und früh in Rückstand gerieten kamen wir besser rein und bereiteten den MünsteranerInnen durchaus Sorgenfalten mit unserer Zone und unser Hex kam langsam aber sicher ins Rollen. Schlussendlich setzte sich Münster aber verdient mit 15:9 durch.

Im zweiten Game des Tages gegen den Zuckermix aus dem Ländle war schnell klar, dass das Ding eine enge Kiste wird. Trotz zum Teil langer Punkte und viel Lang-und-weit-bringt-Sicherheit, steckten wir nicht auf brachten Stuttgart nach 8:5 ordentlich ins schwitzen und waren dem Ausgleich nahe. Am Ende hatten wir die Scheibe um den universalen Punkt zu erzwingen. Sollte nicht sein, Stuttgart war im tiefen Spiel einfach konstanter und insgesamt abgezockter, 10:12.

Zum Abschluss ging’s gegen den Mitaufsteiger aus Tübingen. Beide Teams waren nach einem 0-2-Start besonders motiviert um den ersten W einzufahren. Nach hold und Break zur 2:0-Führung brannte das Licht der Hoffnung lichterloh, die Maultäschle kamen aber zurück und es entwickelte sich ein enges Spiel, bei dem der Spirit und der Respekt trotz müder Beine und Wind nie auf der Strecke blieb. Zur Halbzeit hieß es 8:7 Sturmflut. Der erste Sieg war zum Greifen nahe. Beide Teams schenkten sich nichts, leider verpassten wir es in der Offense konstant zu scoren und leisteten uns den ein oder anderen Flüchtigkeitsfehler, sodass Tübingen die Spielkontrolle übernahm und auf 13:10 davon zog. Wir kamen sogar noch auf 14:13 heran, mussten uns aber letztlich 15:13 geschlagen geben.

Trotz einem 0-3 im Gepäck und müden Beinen war die Stimmung im Team gut und schließlich gab’s ja am Sonntag noch zwei Spiele. Vielleicht waren es Freiburg und Unterföhring ja leid die ganze Zeit der Scheibe hinterherzulaufen oder waren sich ihrer Sache zu sicher… Das sollte sich jedoch nicht bewahrheiten. Beide Spiele gingen verloren und nein, knapp war es auch nicht, aber wenn verlieren, dann zumindest mit Anstand und das ist uns gelungen. Beide Teams musste merklich reinschwitzen und konnten sich die Siege nicht mal eben im Vorbeigehen holen.

0-5 am 1.We? Also Stimmung im Eimer und Saison gelaufen? Na um Himmels Willen! Für uns war klar dass es ein schweres Wochenende wird. Oberstes Ziel war es uns nie im Frust zu verlieren und als Team zusammenzustehen, das haben wir geschafft und wir haben gesehen, dass wir in der Liga mithalten können und uns nicht verstecken müssen. Am Ende ist die Rechnung einfach: zwei Games in Bremen gewinnen und dann halten wir die Klasse. Klar hätten wir Lust auf ein Stadtderby mit den Alstis, aber dann doch bitte in der 1.Liga! 

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